Aktuelles

Qualifizierung zum Universal-Eisenbahnfahrzeugführer
für Güterzug- und Personenzugdienst.

Nächster Lehrgang 13. November 2017

Bewerben Sie sich jetzt unter:
bewerbungen@meder-lokfahrschule.de


  • Ab 13. November 2017 erstmals Lehrgang zum Wagenmeister Stufe IV
  • Ab April 2018 Lehrgang zum Triebfahrzeugführer in Travemünde
Vorabanmeldungen werden gerne
entgegengenommen.

 

Leitfaden zur Ermittlung eines für Sie am besten geeigneten Bildungsträgers

Bitte nehmen Sie sich für die nachfolgenden Informationen etwas Zeit. Ihr Engagement in eine Weiterbildung ist zu kostbar und sollte daher gründlich vorbereitet, d. h. wohl durch- und bedacht sein! Die Praxis hat erwiesen, dass in der Vergangenheit viele Bewerber bei der Ausbildung zum Eisenbahnfahrzeugführer gewissermaßen „hinters Licht” geführt wurden. Will heißen: diese Kandidaten wurden nicht umfassend über die Qualität ihrer künftigen Ausbildung aufgeklärt. Erst gegen Ende der durchlaufenden Ausbildung kam das Erwachen und die Ernüchterung: Ausbildung für die Lerninhalte zu kurz, zu einseitig, zu wenig oder keine Fahrpraxis, fehlende, wichtige Lehrinhalte wurden nicht behandelt; somit ohne Chance auf einen Arbeitsplatz.

Das muss aber nicht sein!

Deshalb möchten wir Ihnen hier einige Aspekte als Fragestellungen anführen, die Sie für die Auswahl des für Ihre Bedürfnisse optimalsten Bildungsträgers berücksichtigen und abwägen sollten:

  • Wie lange dauert die Ausbildung? 6, 9, 10 oder 11 Monate?
  • Was kostet der Lehrgang? Nur 10/12.000, oder 25 bis 30.000 Euro?
  • Wie leiten sich die Lehrgangskosten ab (Dauer, Unterrichtsmaterial, Lokbaureihen, Prüfungen)?
  • Welche Qualifikationen können Ihre Ausbilder nachweisen?
  • Sind sie zertifiziert? Aktive Eisenbahner als Fachlehrer mit Ausbildereignungsprüfung?
  • Kommen diese aus dem Betriebsdienst?
  • Sind es Praktiker oder Theoretiker? Lokführer oder Betriebsleiter? Betriebsleiter, wenn ja, kommt dieser aus dem praktischen Fahrdienst? Gewährt man Ihnen auf Wunsch Einsicht in entsprechende Bescheinigungen und Nachweise über die Qualifikation der Lehrpersonale?
  • Wie sieht das Unterrichtsmaterial aus, das ausgegeben wird?
  • Schlechte schwarz/weiß-Kopien, oder professionelle, mehrfarbige Unterlagen, digitale Lernmaterialien?
  • Werden die Vorschriften der Bahn im Original in Ihren Besitz übergeben, oder sind diese, weil Leihgabe, am Lehrgangsende zurückzugeben?
  • Erhalten Sie zu den Ihnen bescheinigten Fahrzeugbaureihen umfassende Handbücher?
  • Wird Schutzkleidung zum Verbleib beim Lehrgangsteilnehmer gestellt?
  • Erhalten Sie zum Verbleib die erforderlichen Hilfsmittel, wie Vierkantschlüssel, DB 21 etc, mehrfarbige Handlampe?
  • Wie sehen die Unterrichtsräume aus; wie sind diese eingerichtet? Konnten Sie diese besichtigen?
  • Welche Unterrichtsmethoden werden angewendet?
  • Ist der Lehrgang modular strukturiert?
  • Schließen die einzelnen Lehrgangsmodule mit Lernerfolgskontrollen ab und werden auch bescheinigt?
  • Gibt es Modelle und Schaumittel?
  • Entsprechen die Unterrichtspräsentationen 1:1 den Teilnehmermappen (hand-outs), um im Unterricht Erlerntes zu Hause nachbereiten zu können?
  • Wer wird Sie im praktischen Teil einweisen/einfahren? Werden Sie zertifizierten Ausbildern anvertraut oder sind diese Personen wohlmöglich nur gewöhnliche Lokführer?
  • Auf welchen Fahrzeugen werden Sie eingefahren?
  • Museale Fahrzeuge oder zeitgemäß repräsentative Fahrzeuge?
  • Werden Sie im laufenden Betrieb auf Ihren künftigen Arbeitseinsatz vorbereitet?
  • Werden Sie die Möglichkeit erhalten, z. B. schwere Güterzüge auf Langstrecken-Umläufen zu fahren auch wenn Sie sich später für den Personenverkehr entscheiden?
  • Werden Sie universell ausgebildet oder nur für den Güter- oder Personenverkehr?
  • Welche Baureihen werden Ihnen bis zum Lehrgangsabschluß bescheinigt?
  • Welche Zugsicherungsverfahren erlernen Sie und bekommen Sie bescheinigt?
  • Wie setzt sich am Ende des Lehrganges die Prüfungskommission zusammen?
  • Haben Sie, im Falle des Versagens, eine faire Chance auf eine Prüfungswiederholung?
  • Werden Sie während des Lehrganges unterstützt, wenn Sie Probleme mit dem Erlernen des Stoffes bekommen sollten?
  • Welche Einstiegschancen haben Sie am Ende des Lehrgangs?
  • Gibt es Absolventen, mit denen Sie sich austauschen/beraten können?

Und letztlich:

Haben Sie am Ende des Bewerbungsgespräches beim möglicherweise künftigen Bildungsträger den Eindruck, dass alle Ihre Fragen zumindest halbwegs und glaubhaft beantwortet werden konnten? Legt Ihr möglicher Bildungsträger wert auf Qualität der Ausbildung oder wittert man nur das „schnelle Geld”? Haben Sie für sich objektiv den Eindruck gewinnen können, beim Bildungsträger Ihrer Wahl gut aufgehoben zu sein?

Bitte bedenken Sie: Ihre Agentur für Arbeit wird Ihnen nur einmal in Ihrem Leben eine derartige Chance auf eine staatlich geförderte Umschulung/Fortbildung gewähren. Die Agentur für Arbeit wird und kann sie naturgemäß nicht immer über alle Details aufklären bzw. beraten können. Dies liegt in der Natur der Sache und nicht am Sachbearbeiter(in). Informieren Sie sich umfassend. Es geht ausschließlich um Ihre Zukunft und um Ihr Wohlergehen.

Und ein Letztes sollten Sie auch noch wissen:

Die Europäische Union verlangt endlich auch von der Bundesrepublik Deutschland die Lizenzierung und Konzessionierung der Ausbildungsbetriebe und Fachschulen. Damit soll ein anerkannter Ausbildungslevel erreicht werden, der objektiv vergleichbar wird. Die Anforderungsprofile sind bewusst hoch angelegt und dienen letztlich der Sicherheit im Bahnbetrieb. Aber auch der Vermittelbarkeit eines Arbeitsplatzes. Was nützt eine einseitig ausgerichtete Ausbildung, wenn Sie als Absolvent nach einigen Monaten oder Jahren bei Ihrem künftigen Arbeitgeber feststellen, dass Sie dort doch nicht gut aufgehoben sind bzw. sich dort nicht im Team wohlfühlen und möchten den Arbeitgeber oder gar die Sparte wechseln, z. B. vom Personenzug auf den Güterzug oder umgekehrt? Sie stehen vor einem gewaltigen Umbruch in Ihrem Leben und vor einer großen Entscheidung. Wir wünschen Ihnen Erfolg und ein „gutes Händchen” bei der Wahl Ihres Bildungsträgers und Ihres neuen Tätigkeitsfeldes.

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